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Warum Sie Ihr Herz besser verstehen sollten

Warum Sie Ihr Herz besser verstehen sollten - lebexund.jetzt
pexels karolina grabowska

Herzerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Höchste Zeit also, vorzusorgen und den wichtigsten Muskel unseres Körpers zu unterstützen!

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Das Herz ist immer für einen da, schlägt unermüdlich Tag für Tag. Dennoch sind Herzerkrankungen auf dem Vormarsch. Höchste Zeit also, den wichtigsten Muskel im Körper richtig zu unterstützen.

Bei einem erwachsenen Menschen schlägt das zentrale Pumporgan des mensch­lichen Blutkreislaufes 70 Mal pro Minute, 100.000 Mal am Tag. Rund drei Milliarden Mal schlägt das Herz im Laufe eines Menschen­lebens und pumpt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper – eine unglaubliche Leistung, mit der kein anderer Motor so schnell mithalten kann.

Kein Wunder also, dass Herzschwäche gefährlicher ist als viele Krebsarten. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten in Industrieländern heute als häufigste Todesursache im Erwachsenenalter. Die Ursachen liegen in der Atherosklerose, der zunehmenden Fett- und Kalkablagerung an den Innenwänden der Gefäße. So genannte Plaques verstopfen die Gefäße immer mehr, bis schließlich eine koronare Herzkrankheit entsteht und im schlimmsten Fall ein Herzinfarkt auftritt.

Ausdauertraining_Herzkreislauf_Vorsorge(c) Andrii Iurlov

Ausdauer- und Krafttraining stärken Herz-Kreislauf- & Immunsystem und kräftigen den Bewegungsapparat.

Trotz einer Vielzahl an Risikofaktoren, wie zum Beispiel familiäre Veranlagung, Alter und Vorerkrankungen, gibt es auch Maßnahmen, die helfen, das Risiko für Herzerkrankungen zu minimieren:

Ein gesundes Gewicht halten

Je mehr Extra-Pfunde sich angesammelt haben, desto schwerer muss der Herzmuskel arbeiten, um das zusätzliche Gewicht zu versorgen. In der Folge steigt die Gefahr für Überlastungserscheinungen. Deutliches Übergewicht geht oft Hand in Hand mit Diabetes, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten, der höchsten Alarmstufe für unser Herz. Abnehmen zählt also bei überflüssigen Pfunden zu den effektivsten Maßnahmen für ein leistungsfähiges Herz.

Stress reduzieren

Arbeit ohne Ende, ständig Sorgen ums Geld, immer wieder Streit mit dem Partner. All diese Dinge belasten uns – und auch das Herz. Dabei ist chronischer Stress für unser Herz genauso schädlich wie Rauchen oder ein zu hoher Cholesterinspiegel. In der Reha lernen ­Infarktpatienten den Stresslevel zu reduzieren, indem sie entspannen, Leistungsdruck verringern und Stress mit Bewegung ab­bauen. Einige Patienten müssen aber zunächst überhaupt lernen, ihre Belastung wahrzunehmen: Sie erkennen, dass es nicht normal ist, dauernd unter Hochdruck zu arbeiten. Gut als Ausgleich ist es, etwa Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung zu erlernen.

Alkoholismus einschränken

Ein übermäßiger Alkoholkonsum steigert den Blutdruck und erhöht langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alkohol bewirkt langfristig eine vermehrte Stressreaktion im Körper, was zur Erhöhung des Blutdrucks beiträgt.

Herz_Herzkreislauf_Vorsorge

Öfter kuscheln

Nehmen Sie sich Zeit, um mit der oder dem Liebsten zu kuscheln. Studien zeigen: Liebevolle Berührungen, etwa Umarmungen oder Händchenhalten, können Blutdruck, Puls und den Stresshormon-Pegel senken. Vermutlich mit ein Grund, warum Menschen in glücklichen Beziehungen seltener herzkrank werden.

Mit dem Rauchen aufhören

Je nach Alter, Geschlecht und Menge der täglich konsumierten Zigaretten steigt das Risiko für Bluthochdruck, Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt bei Rauchern um ein Vielfaches an. Forscher gehen davon aus, dass etwa jeder dritte Herzinfarkt dem blauen Dunst zuzuschreiben ist. Ganz gleich, wie viel oder wie ­lange man geraucht hat – der ­Ausstieg lohnt in jedem Fall! Die Regeneration des Körpers beginnt kurz nach der letzten Zigarette.

In Bewegung kommen

Wer sich bewegt, läuft den größten Herz-Kreis­lauf-Risiken sprichwörtlich davon. Oder hat man schon einmal einen kettenrauchenden, übergewich­tigen Jogger gesehen? Bei der ­koronaren Herzkrankheit (KHK) gilt körperliche Bewegung unter Experten als „ein stark wirk­­­­sames Medikament“. Studien ­belegen, dass typische Folgen der ver­engten Gefäße wie Herzinfarkte ­weniger häufig auftreten, wenn regelmäßig Sport betrieben wird.

Überraschende Erkenntnisse:

Musik hören

Jede Musik, die einen zur Ruhe kommen lässt, tut dem Herzen gut. Klassische Musikstücke, etwa von Bach oder Mozart, senkten bei Versuchen der Universität Bochum die Herzfrequenz und den Blutdruck.

Sorgfältig Zähne putzen

Mit richtiger Zahnpflege beugen Sie Entzündungen im Mund vor. Vermutlich schädigen Entzündungsstoffe die Innenhaut der Arterien. Das begünstigt die Entwicklung einer Arterienverkalkung und erhöht etwa das Herzinfarktrisiko.

Piksen lassen

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass eine Grippe­impfung auch vor Herzproblemen schützen kann.

Den eigenen Garten pflegen

Mal wieder Zeit, das Laub zu rechen? Ihr Herz dürfte sich darüber freuen. Laut einer schwedischen Studie mit mehr als 4000 älteren Teilnehmern senken Alltagstätigkeiten wie regelmäßiges Gärtnern oder Heimwerken das Herzinfarkt­risiko um 27 Prozent.

Selbst singen

Einen Song unter der Dusche schmettern? Davon könnte Ihr Herz profitieren, weil angeblich auch Singen Stress abbaut.

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Quelle: Kleine Zeitung/Redaktion

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