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Ab ins Beet: Warum uns ein bisschen Garteln so guttut

Ab ins Beet: Warum uns ein bisschen Garteln so guttut - lebexund.jetzt
Pexels/Andrea Piacquadio

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Die Sehnsucht nach der grünen Natur kommt nicht von ungefähr. Studien zeigen: Pflanzen und Gartenarbeit tun der Gesundheit gut, selbst wenn sie nur auf dem Balkon stattfindet. Wer in der Erde wühlt, braucht meist weder Fitnessstudio noch Wellness-Einrichtungen. So profitieren Körper und Seele vom Gärtnern.

Mini-Urlaub fürs Gehirn

Wer konzentriert wuchernde Büsche zurückschneidet oder Unkraut aus Beeten zupft, gerät in den sogenannten Flow. Das ist ein beglückendes Gefühl völliger Vertiefung in eine Tätigkeit, die den Alltag komplett vergessen macht. Aber damit nicht genug: Schon 20 Minuten Gartenarbeit wirken wie ein Mini-Urlaub. So fanden japanische Forscher heraus, dass das Betasten von Blättern das Herz hüpfen lässt: Bereits eine Pflanze zu berühren oder zu streicheln baut Stresshormone enorm ab.

Die fürsorgliche Pflege senkt laut Studie den Blutfluss in Hirnarealen, die bei Hektik und Anspannung aktiv sind. Der beste Relax-Effekt wird demzufolge beim längeren Hautkontakt oder zarten Streichen über glatte Blätter erreicht.

Unterstützung für die Herzgesundheit

Nur 20 Minuten Bewegung täglich beim "Garteln" reichen laut einer Studie des schwedischen Karolinska-Instituts aus, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um mehr als ein Viertel zu senken. Die Arbeit auf dem Balkon oder im Garten stärkt die Innenschicht der Blutgefäße, wie andere Studien zeigen. Das schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch auf den Blutdruck und das Cholesterin hat das Gärtnern einen positiven Effekt.

Mehr Muskeln und starke Knochen

Pflanzlöcher ausheben, Kompost umschichten, sich nach den reifen Äpfeln strecken – typische Bewegungsabläufe bei der Gartenarbeit trainieren sowohl Muskeln als auch die Koordination und das Gleichgewicht. Studien belegen, dass Gärtnern außerdem Osteoporose vorbeugt. Zudem bekommt, wer sich im Freien aufhält, ausreichend Vitamin D – ein weiterer effektiver Knochenschutz.

Mehr Lust auf Gesundes

Wer hätte das gedacht? Viel im Garten zu arbeiten, steigert offenbar den Appetit auf ballaststoffreiche Lebensmittel. Forscher an der Universität South Carolina in den USA hatten 145 Menschen im Frühling ein Gartengrundstück – samt Samen und Setzlingen – zur Verfügung gestellt, auf dem sie säen und pflanzen konnten. Im Herbst verglichen die Experten die Menge an verzehrten Ballaststoffen in der Gartengruppe, die sie dokumentiert hatten, mit einer Kontrollgruppe.

Ballasstoffe sind für die Gesundheit wirksam

Die neuen Gärtner aßen 1,4 Gramm mehr Ballaststoffe, das entspricht einem Plus von sieben Prozent. „Ein Gramm Ballaststoffe mehr kann große Auswirkungen auf die Gesundheit haben,“ so James Hebert, Direktor des Krebspräventionsprogramms der Universität South Carolina. So stimulieren Ballaststoffe, also die faserreichen Bestandteile in pflanzlichen Lebensmitteln, den Darm, beeinflussen die Darmflora positiv und stärken das Immunsystem.

Aus dem Beet auf den Teller

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Wer die Möglichkeit hat, neben Blumen auch Obst und Gemüse anzupflanzen, profitiert gleich doppelt. Zur körperlichen Fitness und Entspannung durchs Gärtnern, kommt als Extra gesundes Essen hinzu. Denn bei Selbstangebautem steht fest, woher es kommt und dass frei von schädlichen Chemikalien ist. Und die eigenen Gurken, Äpfel und Kürbisse schmecken ohnehin am besten. Eine Nummer kleiner geht aber auch, denn für frische Kräuter findet sich selbst auf dem kleinsten Stadtbalkon ein sonniges Plätzchen.

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